Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Weißensee

Email: ek@oekumene-in-weissensee.de

Die Ev. Kirchengemeinde Berlin-Weißensee befindet sich im Nordosten von Berlin. Sie umfaßt das Gebiet der ehemaligen Dorfgemeinden Weißensee und Neu-Weißensee, die im Jahre 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet wurden und seitdem den Großteil des Bezirkes Berlin-Weißensee bilden.

Drei Zentren des Gemeindelebens stehen in lebhafter Verbindung miteinander:

Kirchenmusik

Die Musik ist ein wichtiger Bestandteil des gemeindlichen Lebens. Dies schlägt sich in den vielfältigen kirchenmusikalischen Angeboten, die es in der Gemeinde gibt, nieder.

Chöre

Die Gemeinde hat zwei gemischte Chöre, den Bethanienchor und die Pfarrkantorei.

Instrumentalgruppen

Der Blockflötenkreis "Bethanien". und zwei Posaunenchöre pflegen kirchenmusikalische Traditionen der Gemeinde.

Konzerte

In den Sommermonaten werden in der Pfarrkirche regelmäßig Konzerte veranstaltet.

Kirchliche Bildungsangebote

Die Kirchengemeinde nimmt ihren Bildungsauftrag, den sie sowohl hinsichtlich der Gemeindeglieder als auch im Blick auf die Gesamtgesellschaft hat, in unterschiedlicher Art und Weise wahr.

Christenlehre

Die Christenlehre wendet sich an Kinder im Grundschulalter. Der Unterricht wird nach Klassen (1. bis 6. Schuljahr) bzw. in gemischten Gruppen angeboten. Unterrichtsort ist sowohl das Gemeindehaus als auch das Pfarrhaus.

Der Unterricht erfolgt gemeindebezogen, z.B. durch die Mitgestaltung von Familiengottesdienste, und ist mit regelmäßigen Rüst- und Freizeiten verbunden.

An der Christenlehre können auch Kinder teilnehmen, die noch nicht getauft sind.

Konfirmandenunterricht

Der Konfirmandenunterricht beginnt im 7. Schuljahr und wird über zwei Jahre erteilt. Er dient der Vertiefung dessen, was in der Christenlehre vermittelt wurde. Die Teilnahme der Konfirmanden an Gottesdiensten und Freizeiten wirkt sich bereichernd auf das Miteinander aus und stellt eine wichtige Größe im gesamten Unterrichtsgeschehen dar.

Der Unterricht schließt mit der Konfirmation ab. Er kann auch ohne vorherige Taufe besucht werden. Die Taufe erfolgt dann am Ende des Unterrichts.

Erwachsenenunterricht

Dem Wunsch Erwachsener nach Taufe oder Konfirmation wird im Rahmen von vorbereitenden Gruppengesprächen mit seelsorgerlicher Begleitung oder in Einzelgesprächen nachgekommen.

Gemeindeseminare

Regelmäßig finden, verteilt auf verschiede Tage im Jahr, Seminare und Gesprächsabende in den Gemeinderäumen statt, die sich über das Angebot in den einzelnen Kreisen hinaus, mit Themen aus Theologie, Kirche und Gesellschaft befassen.

Die Bethanienkirche und das Gemeindehaus

[Bethanienkirche]D-LinkWegen des Bevölkerungszuwachses in Weißensee und Neu-Weißensee in den Gründerjahren wurde ein Kirchenneubau erforderlich. 1900/02 errichtete die Gemeinde nach Plänen der Architekten Ludwig von Tiedemann und Robert Leibnitz auf dem Mirbachplatz die neogotische Bethanienkirche.

Der Bau hatte einen kreuzförmigen Grundriß mit Armen von fast gleicher Länge und einem 65 Meter hohen, weithin sichtbaren Turm im Westen, dessen Sockelbereich in Kalksandstein, das Glockengeschoß in Backstein ausgeführt wurde.

Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg beinahe völlig zerstört. Lediglich der unversehrt gebliebene Turm mit den ursprünglichen Geläut erinnert noch heute an das ehemalige Gotteshaus.

1908 erbaute sich die Gemeinde am Mirbachplatz zwischen Pistorius- und Max-Steinke-Straße ein Gemeindehaus. Vor allem das neo-romanische Portal mit dem Pelikan-Motiv im Tympanon fällt auf, während das Gebäude selbst im sogenannten Heimatstil errichtet wurde.

Der in der ersten Etage gelegene Kirchsaal dient seit der Zerstörung der Bethanienkirche der Gemeinde als zweite Predigtstätte. Die weiteren Räume werden von den einzelnen Gemeindegruppen, für die Christenlehre und von der Kita genutzt.

Die Pfarrkirche

Die Weißenseer Pfarrkirche, die der Jungfrau Maria, dem Evangelisten Johannes und der hl. Katharina geweiht wurde, befindet sich östlich des Weißen Sees an der Berliner Allee, der Ausfallstraße nach Bernau. In ihrem ältesten Bestand geht die Kirche auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Nach mehreren Umbauten im 15. und 17. Jahrhundert, erhielt der Kirchturm 1834 einen vermutlich auf einen Entwurf von K. F. Schinkel zurückgehenden Abschluß. 1863 erfolgte eine Erwei-terung des Kirchengebäudes nach Osten, und 1899/1900 wurde durch Theodor Prüfer das Querschiff und die polygone Chorapsis errichtet.

Nach Bombenangriffen brannte die Kirche im Jahre 1943 völlig aus und wurde 1948/49 von Herbert Erbs in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Der Turm über dem Zeltdach erhielt dabei einen einfachen Spitzhelm.

Die Ausstattungsstücke der Kirche, Altartisch, Taufe, Kanzel und Leuchter gehen auf Entwürfe von Werner Richter zurück. Das Altarkreuz wurden von Fritz Kühn geschaffen, und die Glasbilder in den Apsisfenstern gestaltete Gerhard Olbrich.

Die Kirche besitzt eine Orgel der Firma Sauer (Frankfurt/Oder) mit 15 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Den Orgelprospekt hat Werner Richter entworfen. Eine zweite - allerdings nicht spielbereite - Orgel befindet sich auf der Empore.

Anschrift: Max-Steinke-Straße 22, 13086 Berlin
Tel: +49 (30) 9 25 22 39
Fax: +49 (30) 92 37 45 01